Valmora Chronicles
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Die Prophezeiung der Sahen

Nach Sahen-Glauben war Solyra unzufrieden mit dem Leben und Sterben ihres Volkes nach reinem Wissen – die Sahen hätten sich, so die Deutung, zu sehr auf weltliche Bildung und Kultur verlassen, statt in ausreichender Demut der Sonne zu dienen. Deshalb sandte Solyra die Bestrafer – die Menschen –, um die Sahen mit ihren eigenen Mitteln (Wissen, Kultur, Waffen) zu unterwerfen und sie zur Reinigung durch die Sonne in die Wüste zu verbannen. Was die Menschen als eigenen militärischen Triumph verstehen, ist in der Sahen-Theologie also in Wahrheit ein von Solyra gelenktes Strafgericht – die Ankunft der Menschen und die heutige Unterdrückung sind theologisch ein und derselbe, bis heute andauernde Vorgang. Drei Zeichen sollen das Ende dieser Reinigung ankündigen: 1. Das Reich der Unterdrücker beginnt zu zerfallen (Kriegsanzeichen mehren sich) – ein Zeichen, dass die Bestrafer ihren Zweck erfüllt haben und Solyras Werkzeug nicht mehr gebraucht wird. 2. Ein großes, von Solyra selbst entfachtes Feuer verzehrt eine große südliche Stadt (Solhaven) fast vollständig – das göttliche Signal, dass die Reinigung der Sahen als ausreichend rein erachtet wird. 3. Der Prophet gibt sich zu erkennen – kein Sahen aus den Oasen, sondern eine Verwalter-Figur in einem großen Südhaus (Meister Ilyan Sahren), der im Verborgenen Häuser gegeneinander aufhetzt und sich als Retter inszeniert. Der Prophet soll die Sahen einen und in die einst verlorenen fruchtbaren Ebenen des heutigen Solmere zurückführen. Offen bleibt: Glaubt er selbst daran, nutzt er es zynisch aus – oder ist er tatsächlich der Prophet, ohne es selbst schon zu wissen?
Die Lehrhäuser: woher Ilyans Zwiespalt kommt →