Die Valmora Chroniken
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Abstimmung beendet

Der Riss im Bund

30. Hochsonne 297 n.G. · Betrifft: Vosk

<p>Was der Bote Aldo aus Ghrol unfreiwillig preisgab, hat sich durch Vosks eigene Späher bestätigt: Threnn hat über Monde hinweg Vorräte aus den knappen Beständen seiner Sippe zu sippenlosen Kriegern im Ostgrat geschickt, ohne ein Wort davon vor dem Rat der Sippen. Offiziell spricht Threnn weiterhin von Rückzug und Vorsicht, als handle er im Sinne aller. Tatsächlich hat er sich längst einen zweiten Weg gesichert, für den Tag, an dem Vosks großer Plan zerbricht - ein Bündnis, das aus einer Richtung gehalten wird, ist für Vosk keines, nur ein Aufschub, bis die Rechnung fällig wird.</p><p>Das Timing könnte kaum gefährlicher sein: Mira von Rakhun hat sich dem Rat noch nicht endgültig angeschlossen, und jede sichtbare Spaltung zwischen Skarn und Ghrol könnte sie endgültig in die Vorsicht treiben, die Threnn predigt. Vosk hat sein Leben lang gelernt, dass Schwäche im eigenen Lager tödlicher ist als jeder Feind von außen - doch er weiß auch, dass ein Bündnis, das er mit Gewalt zusammenhält, beim ersten Rückschlag auseinanderbricht. Was er jetzt mit Threnns Verrat anstellt, entscheidet nicht nur über Ghrols Zukunft im Bund, sondern darüber, ob aus Vosk ein Anführer wird, dem die Sippen aus Überzeugung folgen, oder einer, den sie nur so lange fürchten, wie er der Stärkste bleibt.</p>

Vosk weiß nun mit Gewissheit: Threnn versorgt heimlich sippenlose Gruppen im Ostgrat, als Rückversicherung gegen den Fall, dass Vosks Bündnis zerbricht. Wie geht er mit diesem Verrat aus den eigenen Reihen um, während Rakhun noch immer wägt?

Die Abstimmung ist beendet.

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